Rückblicke - Altstadtverein Schleusingen

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Der Weyenhof in Wasungen
Der Weyenhof in Wasungen
Unsere Exkursionsteilnehmer

Ausflug des Altstadtvereines von Schleusingen nach Wasungen

Am Samstag, dem 26.07.2014 fand die lange geplante Tour statt. Wir haben diesen Ort, der 874 erstmals urkundlich erwähnt wird, auf Grund der Tatsache ausgesucht, weil im 13. Jahrhundert Wasungen an die Grafschaft Henneberg überging.
Damit gehörte Wasungen bis 1583 zu dem bedeutendsten Fürstentum des Territoriums.
Graf Berthold IV. von Henneberg bezeichnete 1301 den Ort als Kleinstadt. Das städtische Erscheinungsbild entwickelte sich im Laufe des 14. Jahrhunderts.
Seine erste große Blütezeit erlebte Wasungen im 16. Und 17.Jahrhundert. Die Fachwerkbaukunst erreichte ihren künstlerischen Höhepunkt 1543/44. Aus dieser Zeit stammen die bedeutendsten historischen Baudenkmäler der Stadt.
Unser Vormittagsziel war der „Weyenhof". Der Name entspringt der Wasunger Familie Wey, die diesen Hof von etwa 1770 an in ununterbrochener Generationsfolge besaß.
Der Breitunger Amtmann Christian Wild hat diesen „Freihof am Oberen Tor" von 1630 bis 1632 erbauen lassen. 1720 bis 1739 diente ein Teil als Tabak und Zigarrenfabrik. 1913 wurde das Wirtschaftsgebäude im Rahmen eines Umbaus zu einer Zigarrenfabrik. Zu DDR-Zeiten nutzte das Gebäude ein Textilbetrieb.
Der jetzige Eigentümer Herr Hansgeorg Enzian, ein gebürtiger Wasunger, hat den Wayenhof 1994 bei einer Versteigerung erworben. Für die Sanierung von 2000 bis 2002 hat er unseren Schleusinger Architekten Herrn Mathias Krauß, der schon durch große Erfahrungen auf diesem Gebiet bekannt ist, gewonnen.
Im gärtnerisch schön gestalteten Garten wurden wir vom Eigentümer Herrn Hansgeorg Enzian mit einem Glas Sekt willkommen geheißen.
Da Herr Krauß auch Mitglied unseres Vereines ist, hat er spontan die Führung zusammen mit dem Bauherrn Herrn Hansgeorg Enzian übernommen. Nur so sind wir mit vielen Details und Problemen der Neugestaltung unter Einbeziehung denkmalerischer Ansichten ausführlich informiert worden. Es ist für uns Laien schon beachtlich gewesen, wie man auch die Wohnungen artgerecht auf der einen Seite und wiederum auch mit Modernität gestaltet hat.
Ein vom Architekt projektiertes modernes Treppenhaus, das sich zwischen Wohn- und Wirtschaftsgebäude befindet, war zum höhenmäßigen Ausgleich und zur Sicherheit der im Wirtschaftsgebäude stattfindenden Veranstaltungen erforderlich.
Da Herr Enzian, der jetzt in Paderborn wohnhaft ist, selbst Theater- und Kabarettfan ist, finden demzufolge in dem rechtwinklig zum Wohnhaus befindlichen Wirtschaftsgebäude öffentliche künstlerische und kulturelle Veranstaltungen statt. Die gesamte Anlage erhielt 2003 den Denkmalspreis
Die gesamte Sanierung wurde auch vom Bürgermeister wohlwollend unterstützt und mit städtischen Mitteln bezuschußt.

Gegen Mittag fuhren wir hinauf zur Burg „Maienluft", um uns für den Nachmittag zu stärken.
Um 14 Uhr begann im ehemaligen Damenstift, dem jetzigen Museum, die Führung durch Frau Kästner. Sie hat uns mit der Geschichte der Stadt vertraut gemacht. Alle Handwerksarten die es gab waren in einzelnen Räumen zu sehen. Hervorzuheben ist besonders das Modell der Stadt, dass mit viel Mühe und Fleiß gestaltet worden ist. Im Untergeschoß, wie konnte es auch anders sein, war natürlich die Geschichte des Karnevals zu bestaunen.
Anschließend haben wir einen Rundgang durch die Stadt mit den vielen prächtigen Fachwerkhäusern gemacht. Über den Kirchberg ging es vorbei an der Pfaffenburg zum herrlichen Maienhof. Nun ging es weiter zum Wohnhaus am ehemaligen Amtsgericht und dem früheren Gefängnis. Der Abschluss unseres Stadtrundganges war das Rathaus. Dieses war statisch in einem schlechten Zustand bevor es nach einer Vollsanierung mit einem Stahlrahmen-Tragsystem von 1998 bis 2003 in zwei Bauabschnitten wieder voll seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Damit war gegen 16 Uhr unsere Exkursion beendet.

 
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